Corona und die Folgen Teil 13

ZEIT WISSEN 3: Neuer Lockdown, alte Forderungen - Immer weniger Zulassungsbeschränkungen

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+++ Erneut schließen Cafés, Gaststätten, Orte der Freizeit, Kunst, Kultur und des Sports. Wie schon im Frühjahr hat das Folgen für Studierende, die in diesen Feldern klassische Nebenjobs haben. Und wie schon im Frühjahr kamen von Gewerkschaft und Studierendenverbänden sogleich Appelle an die Bundesregierung, mit Nothilfen zu reagieren: „Es ist eine Katastrophe, dass die Soforthilfe für in Not geratene Studierende ausgerechnet am Vorabend eines neuen Lockdowns sang- und klanglos ausgelaufen ist”, kritisierte Andreas Keller von der GEW. Und der Freie Zusammenschluss von Student*innenschaften (fzs) wies darauf hin, dass derzeit vor allem Studierende der unteren Mittelschicht durch die Raster fielen und der Elternfreibetrag angehoben werden müsse. Derzeit sind etwa 11 Prozent aller Studierenden bafögberechtigt; 36 Prozent aller Anträge auf Überbrückungshilfe wurden abgelehnt. Das BMBF reagierte diesmal schnell und kündigte am Freitag an, die Nothilfen wieder aufzunehmen (Wiarda-Blog). Vergangene Woche hatte das Ministerium außerdem gemeldet, dass der Zugang zum Bafög künftig durch einen neuen Online-Antragsassistenten erleichtert werde.

+++ 40,8 Prozent der rund 10.700 grundständigen Studienangebote in Deutschlands sind zulassungsbeschränkt – 1,5 Prozentpunkte weniger als im vergangenen Wintersemester. Das geht hervor aus dem aktuellen Hochschulkompass der HRK. Damit schreibt sich ein Trend fort – vor zehn Jahren sei noch mehr als die Hälfte der Studienangebote zulassungsbeschränkt gewesen, so die HRK. Die neuen statistischen Daten zum aktuellen Wintersemester finden sich hier. Die neuen Studienanfängerzahlen wird das Statistische Bundesamt erst im Dezember veröffentlichen, wenn sich abgezeichnet hat, inwiefern die Pandemie die Nachfrage nach Studienplätzen beeinflusst hat.

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