Corona und die Folgen Teil 11

ZEIT WISSEN 3: Corona-Teststation an der TU Dortmund, Hasso-Plattner-Institut , Online-Seminar Lehre und Prüfungen in der Coronazeit, Internationale Studierende aus Ostasien erleben in der Pandemie zunehmend Ressentiments, Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat seine Corona-Impfstofftests vorläufig unterbrochen

img

Welcome! Auf dem Gelände der TU Dortmund steht seit Montag eine Corona-Teststation für internationale Studierende aus Risikogebieten bereit. Der gebührenfreie Service ist eine Gemeinschaftsaktion der TU Dortmund, der FH Dortmund, der International School of Management und der Stadt Dortmund.

+++ Das Hasso-Plattner-Institut meldet eine verstärkte Nutzung seiner Lernplattformen. Auf Lernplattformen, die das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam betreibt, hat die Zahl der Einschreibungen für offene Onlinekurse soeben den Schwellenwert von insgesamt zehn Millionen überschritten. Wie Institutsdirektor Prof. Christoph Meinel mitteilte, liegen die Plattformen der Weltgesundheitsorganisation WHO (OpenWHO) und des Softwarekonzerns SAP (openSAP) mit jeweils gut vier Millionen Anmeldungen fast gleichauf. Sie arbeiten mit derselben Technologie, die das HPI als Europas Pionier für flexibles digitales Lernen seit 2012 auch für seine eigene Plattform openHPI nutzt.

+++ Digitale Lehre ist nicht nur eine Frage der Technik und eine der Didaktik. Entscheidend bei der Umstellung ist auch das Recht. Worauf ist beim Datenschutz zu achten? Wie müssen Prüfungsordnungen geändert werden? Antworten verspricht der Verein zur Förderung des deutschen und internationalen Wissenschaftsrechts am 30. Oktober in einem Online-Seminar „Lehre und Prüfungen in der Coronazeit“. Anmeldeschluss ist am 29. Oktober.

+++ An britischen Hochschulen spitzt sich die Corona-Lage weiter zu: Um in der Pandemie die komplette Umstellung auf Online-Lehre zu erreichen, drohen Vertreter der mächtigen Hochschulgewerkschaft UCU an den Universitäten in Birmingham, Leeds und Warwick mit Streiks (Times Higher Education). Über 100 britische Hochschulen haben dem THE-Bericht zufolge mit Covid-19-Fällen auf dem Campus zu kämpfen. Der Artikel erschien am Dienstag. Wenige Tage davor meldete die Regierung rund 9000 Corona-Infektionen in der Studierendenschaft (Times Higher Education).

+++ Internationale Studierende aus Ostasien erleben in der Pandemie zunehmend Ressentiments, Diskriminierung und Anfeindungen. Dies geht aus einer Studie hervor, die Anfang Oktober als Preprint erschien (University World News). Die Autorinnen Jenna Mittelmeier und Heather Cockayne untersuchten rund 6000 Tweets, die zwischen Januar bis April gepostet wurden. Das Paper enthält neben dem Befund auch Empfehlungen für Hochschulen gegen Sinophobie und Rassismus.

+++ Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson hat seine Corona-Impfstofftests vorläufig unterbrochen (ZEIT Online). Nach Unternehmensangaben sei ein Studienteilnehmer aus ungeklärten Gründen erkrankt. Ob die Testperson ein Placebo oder den Impfstoff bekam, will der Konzern in einem ersten Schritt klären. Mit der Suche nach der Krankheitsursache soll ein Komitee aus unabhängigen Experten beauftragt werden. In einer Testpause befindet sich seit knapp einem Monat auch das britisch-schwedische Pharmaunternehmen AstraZeneca, das zusammen mit der University of Oxford nach einem Impfstoff forscht. Die Unterbrechung dauert bis heute an.

https://www.zeit.de/wissendrei/index

Photo by Martin Sanchez on Unsplash